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Fossil Record A palaeontological open-access journal of the Museum für Naturkunde
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Volume 1, issue 1
Foss. Rec., 1, 5–19, 1998
https://doi.org/10.1002/mmng.19980010102
© Author(s) 1998. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
Foss. Rec., 1, 5–19, 1998
https://doi.org/10.1002/mmng.19980010102
© Author(s) 1998. This work is distributed under
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  01 Jan 1998

01 Jan 1998

Zur Geschichte der Geowissenschaften im Museum für Naturkunde zu Berlin Teil 1: Aus der Vorgeschichte bis zur Gründung der Berliner Bergakademie im Jahre 1770

G. Hoppe G. Hoppe
  • Museum für Naturkunde, Institut für Mineralogie, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin, Germany

Abstract. Die Geschichte der beiden Institute für Mineralogie und für Paläontologie des Berliner Museums für Naturkunde mit ihren sehr großen Sammlungen beginnt mit ihrer direkten Vorgängerin, der Berliner Bergakademie, die 1770 gegründet worden ist. Aber bereits vor dieser Zeit hat es in Berlin geowissenschaftliche Interessen und Betätigungen gegeben.

Diese Vorgeschichte wird mit einer Zeit begonnen, in der es den Ort Berlin noch längst nicht gab. Aus der La-Tene-Zeit, die der Zeit der griechischen Antike entspricht, stammt eine Aschenurne mit einer Sammlung fossiler Mollusken, die im norddeutschen Flachland bei Bernburg gefunden wurde. Die Zusammensetzung dieser Sammlung läßt bereits ein wissenschaftliches Herangehen erkennen.

Für Berlin selbst ist kurz nach Georg Agricola eine Persönlichkeit der Renaissance zu verzeichnen, Leonhard Thurneysser zum Thurn, in dessen vielfältigen Aktivitäten auch Mineralien einen Platz hatten. In gleicher Zeit war in Berlin am brandenburgischen Hofe eine Raritätenkammer vorhanden, die spätere Kunst- und Naturalienkammer. Sie existierte bis über das Jahr 1770 hinaus und enthielt auch Mineralien und Versteinerungen. Das sich hierdurch zeigende Interesse an solchen Objekten war noch recht oberflächlich.

Erst die Sammlungen privater Personen, die in Berlin seit Ende des 17. Jahrhunderts entstanden sind, zeigen ein tieferes und wissenschaftliches Interesse, wenn auch in verschiedenem Maße und in unterschiedlicher Spezialisierung. Unter ihnen ragt besonders Johann Gottlob Lehmann heraus. Als vielseitiger Naturwissenschaftler und Bergrat hielt er privat Vorlesungen in Mineralogie und Bergbaukunde. Der Siebenjährige Krieg verhinderte den Ausbau und die Fortsetzung.

Erst Jahre danach, 1768, reorganisierte König Friedrich II. das preußische Bergwesen und richtete 1770 die Berliner Bergakademie ein. Hierbei kam dem Arzt und Bergrat Carl Abraham Gerhard bei der Einrichtung und als Lehrkraft eine wesentliche Rolle zu.

History of the Geoscience Institutes of the Natural History Museum in Berlin, Part 1.

The Geoscience Institutes of the Natural History Museum in Berlin have their roots in the Mining Academy which was founded in 1770. Geoscientific interest, however, goes back as far as to prehistoric times which is, e.g., evidenced by a collection of mollusks from the Iron Age. From the Renaissance, similar interests were developed by Leonhard Thurneysser zum Thurn. The contemporaneous cabinet of arts and curiosities of the Prussian Dynasty is also known to have housed geoscientific pieces which, however, turned out to be of only subordinate significance later. Much more important were the efforts of Berlin citizens in the 17th and 18th century who established remarkable collections of geoscientific objects. Among these collectors, Johann Gottlob Lehmann was the most outstanding personality. He gave not only lectures but also wrote textbooks on geoscientific topics. However, not before the end of the Seven Years-War Carl Abraham Gerhard was authorized to found the Mining Academy.

doi:10.1002/mmng.19980010102

Publications Copernicus
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